Gedichte und Lebenslauf von Bertolt Brecht

Leben Sprüche und Lyrik - Bertolt Brecht wurde am 10. Februar 1898 in Augsburg geboren und starb am 14. August 1956 in Berlin. Er ist einer der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Er gilt als Begründer des epischen (oder dialektischen) Theaters, das sich insbesondere durch seine Verfremdungseffekte auszeichnet. Neben seinen Stücken haben aber auch Brechts Gedichte den Rang der Weltliteratur erreicht.

Brecht lehnt eine rein ästhetizistische Auffassung von Dichtung ab. Für ihn muss Lyrik einen Wirklichkeitsbezug haben und zum Handeln motivieren. Brechts Gedichte haben oft einen gesellschaftskritischen oder politischen Hintergrund (Beispiele sind das "Lied gegen den Krieg" oder "Wovon lebt der Mensch?"). Brechts politische Einstellung stand dem Kommunismus nahe, weshalb er zur Zeit des Nationalsozialismus aus Deutschland fliehen musste. Daneben findet sich bei ihm aber auch Liebeslyrik (beispielsweise "Erinnerung an die Marie A." oder "Ich habe dich nie je so geliebt"), oft in Verbindung mit Naturbetrachtungen (z.B. in "Die Liebenden").

Brechts Gedichte lassen sich stilistisch nicht einheitlich beschreiben. Sie reichen von strengen lyrischen Formen mit festen Reimschemata (zum Beispiel in dem Sonett "Entdeckung an einer jungen Frau") bis zu reimfreier Lyrik ohne festes Versmaß (zu finden u.a. in dem Gedicht "Morgens und abends zu lesen"). Die Sprache ist konkret und gut verständlich.

Zu den bekanntesten Gedichten Brechts gehören die Liedtexte aus der Dreigroschenoper wie zum Beispiel die "Ballade von der Unzulänglichkeit des menschlichen Planens" oder die "Moritat von Mackie Messer". Weitere berühmte Gedichte sind "An die Nachgeborenen", "Schlechte Zeiten für Lyrik" oder "Lob der Vergeßlichkeit".

Eine Gesamtausgabe der Gedichte von Bertolt Brecht erschien in gebundener Form im Suhrkamp-Verlag und umfasst 1388 Seiten.


Berthold Brecht - Exiljahre

Jedem von Ihnen wird sicherlich das eine oder andere Gedicht von Berthold Brecht bekannt sein. Wenn nicht, werden Sie diesen Namen aber unter Garantie schon mal gehört haben. Zumindest seine "Dreigroschenoper" wird Ihnen schon mal über den Weg gelaufen sein, denn diese wird immer wieder neu aufgeführt wird, nicht zuletzt wegen ihrer starken Songs. Wenn Sie einmal eine mitreißende Aufführung der "Dreigroschenoper" von Berthold Brecht erleben durften, wird Ihre Neugierde auf die überigen Schriften und Gedichte von Bertolt Brecht gewachsen sein.

Zwar ist Berthold Brecht als Stückeschreiber bekannt, aber seine Lyrik, seine Gedichte, seine Lieder und Balladen sind ebenfalls bemerkenswert. Er war ein Rebell, ein Moralist, zugleich aber auch ein Romatiker und ein Idealist, der die Welt ein bißchen besser machen wollte. Begeistert von den Theorien des Marxismus, wünschte er sich eine Gessellschaft ohne Klassenunterschiede, ohne Krieg und Hass. Die Hauptthemen seiner Gedichte und weiterer Werke waren der Krieg, die Liebe und die Klassengesellschaft.

Durch eine neue Art der Darstellung, der so genannten epischen Verfremdung, hatte er zudem das Theater stark beeinflusst. Berthold Brecht ist wirklich ein großer Autor, der zeitlose Stücke und Gedichte geschrieben hat. Seine wunderschönen Gedichte beeindrucken durch ihre einfache Sprache und bringen so sein Genie zum Ausdruck. Nach der Machtübernahme der Nazis im Jahr 1939 musste Berthold Brecht über Österreich in die Schweiz, nach Dänemark, England, Schweden, in die Sowjetunion und in die USA flüchte.

Seine Exiljahre erwiesen sich jedoch als äußerst gute Schaffensperioden, in denen er viele wichtige Stücke und Gedichte verfasste. Das Hauptziel Brechts in seinen Gedichten ist die Kritik am Krieg, er will das Deutsche Volk zur Zeit des 2. Weltkriegs auch davor warnen, sich auf Hitlers sinnlosen Krieg einzulassen. Berthold Brecht zeigt in seinen Gedichten auf, dass der Krieg mit wirtschaftlichen Interessen verbunden ist und allein deswegen geführt wird.

posted at 02.12.2008 - 10:38  | stored in Poesie Dichter  |  comments 1

Anne-L. Düren ergänzte: Es ist unsagbar peinlich, wenn man einem Schriftsteller lobhudelt und seinen Namen fals schreibt: Bertolt heißt der gute Brecht! Bitte dringend ändern!
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