Johann Wolfgang von Goethe ein glanzvoller Klassiker!

Gedichte , Sprüche und Poesie von Goethe... Johann Wolfgang von Goethe ist, neben Schiller, DER deutsche Dichterfürst und Klassiker. An keiner höheren Schule fehlt sein Drama "Faust" im Lehrplan oder doch seine Gedichte.

Die Lektüre von Goethes Gedichten für sich als etwa "veraltet", verstaubt oder pathetisch abzutun, wäre ein echter Verlust. Sind doch bis heute tiefe Lebenseinsichten, Augenzwinkern, eine ganze Gefühlsskala von Verliebtheit, Sehnsucht,Zuversicht, Traurigkeit und Weltschmerz darin zu finden, die auch uns neuzeitlichen Menschen in keiner Weise fremd sind. Und nicht wenige Zeilen aus Goethes Gedichten oder Schauspielen sind gar zu geflügelten Worten geworden z.B.:"Hier bin ich Mensch-hier darf ichs sein."=der Schlußsatz aus dem "Osterspaziergang" in Faust I, oder: "Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor" (auch Faust I) oder: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"

Doch Goethe hat neben treffenden Bonmots noch Lyrik zu bieten, Gedichte, die klangvolle Verskunst mit gesundem Menschenverstand, mit echter Lebensweisheit verbinden. Es lohnt sich, dies wieder neu zu lesen, darauf auch -innerlich-hinzuhören. Es ist der Schatz eines reichen, vielschichtigen, auch widersprüchlichen Lebens, das bis heute aus den Gedichten Goethes spricht, der sich seinerzeit als Naturforscher, Philosoph, Dramaturg, Staatsminister, Dichter, Zeichner, Reisender und Freigeist betägigte.

So in Lebenskunst:
Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe,
aus ein paar sonnenhellen Tagen,
sich soviel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn die Sonne längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht."

Welche Glückwunschkarte wäre damit nicht geadelt? Und wer könnte das Staunen über die Größe und Schönheit der Natur, das sich hier widerspiegelt nicht nachempfinden?

"Die Sterne, die begehrt man nicht.
Man freut sich ihrer Pracht.
Und mit Entzücken blickt man auf
in jeder heiteren Nacht."

So erweist sich Goethe, ob in seinen Gedichten, seinen Zitaten oder Stücken, als unverhofft taufrisch, als ein heller Kopf mit Weit-und Tiefblick, der uns manches zu sagen hat, das zu beherzigen not tut bis heute z.B.:
"Wer die Menschen behandelt wie sie sind, macht sie schlechter. Wer sie aber behandelt wie sie sein könnten, macht sie besser."

"Es ist nicht genug zu wissen, man muss auch anwenden; es ist nicht genug zu wollen, man muss auch tun."

Goethe ist folglich nicht nur in Weimar, in Museen und Stiftungen, in Bibliotheken und Archiven, als Name für Straßen, Schulen, Universitäten und Kliniken finden, sondern mitten im Alltag:
"Glücklich wenn die Tage fließen, wechselnd zwischen Freud und Leid, zwischen Schaffen und Genießen, zwischen Welt und Einsamkeit."

Gedichte Goethe - Eine herausragende Persönlichkeit der Weltliteratur

Johann Wolfgang von Goethe lebte von 1749 bis 1832. Sowohl als Dichter, Naturwissenschaftler, Theaterleiter, Kunsttheoretiker als auch als Staatsmann ist er der bekannteste Vertreter der Weimarer Klassik.

Doch er bestimmte nicht nur die Epoche der Weimarer Klassik mit, sondern prägte zusätzlich noch die Sturm und Drang Zeit. Aus dieser Ära stammt Goethes wohl bekannteste Gedicht: "Prometheus".

Bezeichnend für die Sturm und Drang Zeit ist das Wenden gegen Autorität und Tradition im politischen Leben. Das immer wiederkehrende Thema ist der Zwiespalt und Konflikt des Naturgenies und des nach Freiheit strebenden Jungen, mit den Schranken der bestehenden Weltordnung, die die handelnden Personen als Aufrührer und Verbrecher erscheinen lässt.
"Prometheus", entstanden zwischen 1772 und 1774, entthronisiert die Götter und bezichtigt sie eines untätigen und ausnutzenden Lebens, während Prometheus selbst Göttergleiches leistet. Der Inhalt ist typisch für diese Epoche: Jegliche Konventionen werden durch den genialen, schöpferischen Menschen gesprengt.

In den nachgolgenden Jahren entstand das Gedicht "Grenzen der Menschheit" (die genaue Datierung ist unbekannt; man vermutet den Zeitraum zwischen 1776 und 1781). Goethe unterlässt nun die Anklage an die Götter. Man könne sich nicht mit ihnen messen- im Gegenteil: Der Mensch soll demütig sein und Respekt vor den Göttern haben. Inhaltlich gesehen, steht dieses Gedicht an der Grenze zwischen dem Sturm und Drang und der Weimarer Klassik.

Der Höhepunkt von Goethes Schaffenszeit in der Weimarer Klassik gipfelt in dem Gedicht "Das Göttliche", welches 1783 entstand. Das Gedicht richtet sich direkt an den Menschen und sagt, dass diese sich ein Beispiel an den Göttern nehmen sollen.

Weitere bekannte Gedichte Goethes sind: "Der Zauberlehrling", "Willkommen und Abschied", "Osterspaziergang" (Gedicht aus dem Faust) und die "Xenien". Letztere sind 1796 in Zusammenarbeit mit Schiller entstanden. Beide rechnen mit ihren literarischen Gegnern ab und mustern die gesamte Literatur ihrer Zeit kritisch.

Johann Wolfgang von Goethe: Seine Dichtkunst ist beeindruckend, seine Schreibweise volksnah. Nicht zuletzt aus diesen Gründen ist Goethe einer der berühmtesten Autoren der Weltliteratur. Seine Werke gehören in vielen Ländern zum Bestandteil des Literaturunterrichts und wurden vielfach vertont und verfilmt.

posted at 05.11.2008 - 12:29  | stored in Poesie Dichter  |  comments 2

Sarah ergänzte: GAAAIIILLL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Mia Lieh  ergänzte: Das Gedicht "Auch das ist Kunst"... ist das wirklich von Goethe? Mir sagt jetzt jemand, das sei gar nicht von ihm, eher von Rilke. Vielleicht auch von jemand ganz anderem???
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