Johann Christoph Friedrich Schiller

Gedichte , Sprüche und Poesie von Friedrich Schiller... Überall in Weimar findet man ihre Spuren - die Stadt ist ein lebendiges Denkmal für die wohl beiden größten deutschen Dichter Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller. Beide haben sich mit vielen Stücken für ewig in die deutsche Seele geschrieben. Friedrich Schiller verfasste unter anderem die Dramen Wallenstein und Don Carlos, aber auch für seine Gedichte ist er weltberühmt.

Schillers erstes großes Gedicht ist sicherlich die Ode an die Freude, die von Beethoven in dessen 9. Symphonie vertont wurde ist gleichzeitig die Hymne der Europäischen Union (sie wird zumindest als solche verwendet). Schiller beschreibt eine Gesellschaft in der die Menschen gleich und durch die Freude verbunden sind.

10 Jahre später entstand "Die Kraniche des Ibykus." In diesem Gedicht geht es um die Ermordung des Poeten Ibykus auf dem Weg zu den Isthmischen Spielen. Nur ein Schwarm Kraniche wird Zeuge dieses Mordes, doch die Täter überführen sich durch ihren bekannten Ausruf: "Sieh da! Sieh da, Timotheus, Die Kraniche des Ibykus!" selbst.

Nur ein Jahr älter ist die Bürgschaft, in der der Damon versucht den Tyrannen zu ermorden, jedoch gefasst und zum Tode verurteilt wird. Um seine Schwester zu verheiraten bittet er um einen Aufschub, den ihm der Tyrann auch gewährt, jedoch unter der Bedingung, dass Damon ihm einen Bürgen, nämlich seinen besten Freund überlässt. Damon kehrt rechtzeitig zurück, um den Freund auszulösen. Der Tyrann ist von dieser edlen Gesinnung zu gerührt, dass er die Strafe erlässt und Damon seine Freundschaft anträgt.

Von 1799 schließlich stammt wohl Schillers bekanntestes Gedicht "Das Lied von der Glocke." In diesem Gedicht, dass für jeden Gymnasiasten zur Standardbildung gehört, kritisiert Schiller die Jakobinerherrschaft nach der französischen Revolution, zeigt jedoch auch Bewunderung für den Idealismus, der der Revolution zugrunde lag.


Kurzer Lebenslauf von Friedrich Schiller

Friedrich von Schiller (1802 geadelt) lebte von 1759 bis 1805. Er war, und ist es bis ins 21. Jahrhundert geblieben, einer der größten deutschen dramatischen Dichter. Sein Lebensraum war äußerlich klein: Schiller hat nie die Schauplätze seiner Dramen gesehen, nie Italien (wie Goethe) besucht und nie an einem Meer gestanden. Um so erstaunlicher ist es, mit welcher Hingabe und mit welchem detailgetreuen Vorstellungsvermögen er seine Figuren und die dazugehörigen Schauplätze darstellt.

Schillers Sprache definiert sich oftmals über den Freiheitsgedanken. Denn bei aller äußerlichen Eingeschränktheit, auch verursacht durch schwere und lang andauernde Krankheiten, ist er frei und innerlich unabhängig- seine Gedanken kennen keine Grenze.

Das wohl berühmteste Gedicht Schillers ist die "Ode an die Freude". 1785 entstanden, lässt er auch hier die Gelegenheit nicht aus, mit großer Leidenschaft das Ideal einer Gesellschaft gleichberechtigter Menschen zu beschreiben, die durch ein Band der Freude sowie der Freundschaft miteinander verbunden sind. Er stößt mit der Ode schon während ihrer Entstehungszeit auf die Sympathien seiner Mitmenschen. Auch in der heutigen Zeit findet sie sehr großen Anklang in der Gesellschaft: Seit 1985 ist sie die offizielle Hymne der Europäischen Union. Die Ode liegt dem letzten Satz der 9.Sinfonie von Ludwig van Beethoven zugrunde, welcher die komplette 1. und 3. Strophe sowie einige Teile der 2. und 4. Strophe verwendete.

Weitere bekannte Gedichte sind: "Das Lied von der Glocke" (1799), "Amalia", "Die Bürgschaft" (Ballade von 1789), "Ein freies Leben führen wir" oder auch "Der Handschuh".
Letzteres entstand im Jahre 1797, welches als Jahr des freundschaftlichen Wettstreits um die besseren Balladen mit J.W.Goethe verzeichnet ist.

In Schillers unendlichem Schaffensdrang und der Suche nach Anerkennung entstanden noch viele weitere Gedichte sowie berühmte Dramen, philosophische Schriften, historische Dokumente und zahlreiche Übersetzungen.

posted at 06.11.2008 - 01:28  | stored in Poesie Dichter  |  comments 0

Name
E-Maile
Homepage
Komentar:




 
© 2008 by www.gedichte-blogger.de