Wilhelm Busch Gedichte und Leben des Dichters

Der Deutsche Dichter Wilhelm Busch (15 April 1832 - 9 Januar 1908) ist den meisten Menschen als Schöpfer der Lausbuben Max und Moritz bekannt. Die sieben Streiche der Bengel hat wohl jeder einmal gelesen. Dieses Kinderbuch ist ja in Reimform geschrieben, also sehr einprägsam. Dies macht wohl auch den Ruhm der Geschichten aus. Auch zeigt diese Tatsache, dass Wilhelm Busch ein begnadeter Dichter ist, er hat auch mehrere Gedichte veröffentlicht. Wie auch das Buch um Max und Moritz sind auch viele seiner gedichte sehr komisch – ja ironisch.

Der Dichter Wilhelm Busch gehört somit in die lange Tradition der Schöpfer komischer deutscher Gedichte, die sich von Lessing bis heute durch die Literatur zieht. Busch ist ja nicht nur durch seine Gedichte bekannt, sondern der Mann ist auch ein großer Zeichner. Seine mit Bildern unterlegten Versgeschichten – wie eben das berühmte "Max und Moritz" – zeigen seine Fähigkeiten und sind beinahe eine frühe Form des Comics. Bereits im 19. Jahrhundert – also zu Lebzeiten – erregen seiner "Bilderpossen" für Aufsehen.

Andere ähnliche Werke folgen noch. Noch heute sind Reime und Gedichte von Wilhelm Busch beliebt, vermitteln sie doch auf sehr heitere und ironische Art Moral. Durch witzige Gedichte erreicht man in der Erziehung vielleicht mehr als durch den erhobenen Zeigefinger, gerade deshalb ist die Auseinandersetzung mit Busch noch immer lohnen. Neben einigen Internetseiten, die sich mit dem großen deutschen Künstler beschäftigen und der Vielzahl an Büchern sind Wilhelm Buschs gesammelte Werke kürzlich auf CD-ROM erschienen.

Das ganze Spektrum von Bildern und Gedichten zwischen Witz, Ernst und Moral ist somit zugänglich, einiges ist nicht so bekannt, doch die Werke harren auf ihre Entdeckung, denn wenn Busch nur als Dichter von Max und Moritz in Erinnerung bliebe wäre es schade.


Wilhelm Busch- Der zeichnende Dichter

Heinrich Christian Wilhelm Busch, der älteste von sieben Kindern, lebte von 1832 bis 1908. Er ist einer der bedeutendsten humoristischen Dichter Deutschlands und gilt wegen seiner satirischen Bildergeschichten in Versen als einer der Urväter des Comics.

Schon während seiner Jugend zeigte Wilhelm Busch großes Interesse an der Malerei. Er war ein guter Maler; jedoch war er ein noch besserer Zeichner und genialer Karikaturist. Neben seinen bekannten Werken malt er mehr als tausend Ölbilder, die er sein Leben lang zurückhielt. Erst nach seinem Tode wurden sie veröffentlicht und sind heute in einer ständigen Ausstellung im Wilhelm-Busch-Museum in Hannover zu begutachten.

Wilhelm Busch liebte es seine Gedichte und gereimten Humoresken mit Zeichnungen zu illustrieren. Der Übergang vom illustrierten Gedicht zu einer Bildergeschichte ist daher fließend, so dass Busch weniger durch seine Begabung als Dichter, sondern viel mehr durch seine Originalität hervorsticht.

Bekannte Sammlungen aus dem Genre der Dichtkunst sind: "Kritik des Herzens", "Zu guter Letzt" sowie "Schein oder Sein". Es existiert aber noch ein Großteil verstreuter Gedichte. Es sind meistens Zwei- oder Vierzeiler, gelegentlich auch etwas längere Verse, welche in der Sammlung "Aphorismen und Reime" vorhanden sind.

Wilhelm Busch macht einem, durch seinen unglaublichen Schaffensdrang, die Entscheidung schwer, welche Gedichte in welche passende Gedichtssammlung aufgenommen werden sollen. Folgende Auswahlkriterien sind daher entwickelt wurden: Erstens- der Text sollte aus sich heraus verständlich und auch zitierbar sein. Zweitens- die Bilder sollten als schmückendes Beiwerk empfunden werden, so dass nur ein Bild pro vier Reimzeilen vorhanden sein sollte.

Aufgrund dieser Kriterien wurde folgende Auswahl getroffen: "Fliegende Blätter und Münchner Bilderbogen" (Beiträge der Jahre 1859-1871), "Die Kneipe des Vereins Jung-München" (ebenfalls 1859-1871), "Fipps der Affe für Kinder", "Gelegenheitsdichtungen" (1871-1907) sowie die Sammlung "Verschiedene", welche auch Teile von Bildergeschichten enthält.

posted at 22.11.2008 - 15:12  | stored in Poesie Dichter  |  comments 0

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